Schön dass du hierher gefunden hast. Ich erzähle dir, was ich bisher alles erlebt habe bei Theater für alle und gebe dir einen kleinen Einblick in die Vergangenheit und Zukunft des Vereins. Los gehts!
"Theater für alle" wurde 2008 von Mag. Stephan Kreuzer und Mag. Viola Schenk-Kreuzer gegründet. In den ersten beiden Jahren knüpft "Theater für alle" bei den Kontakten an, die der Gründer Stephan Kreuzer bereits in seiner früheren Tätigkeit gesammelt hat. So führt er in den ersten Jahren regelmäßig Ferienworkshops in Wien bei Feriencamps (in Strebersdorf) und Hi-Jump (auf der Schmelz) durch. Mit den ersten Mitarbeiter:innen wurde ebenso ein regelmäßiger Freizeitworkshop in den Proberäumen des Theaters am Alsergrund durchgeführt.
In Zusammenarbeit mit kinderaktiv von wienxtra fand am 15.01.2010 im "Wesensart" am Spittelberg ein Familiennachmittag statt. Dort traf ich, Tai Long, erstmals auf Theater für alle. Stephan Kreuzer und sein Team zeigten mir Übungen, die der ganzen Familie Freude bereiten und leicht umzusetzen sind.
Im Sommer 2010 begleitete ich Stephan und sein Team erstmals nach Tulln und Baden. Besonders der Workshop in Baden war ein voller Erfolg – Stephan hatte mit seinem Angebot genau ins Schwarze getroffen.
Im Herbst 2010 entstand die Idee, Workshops zur Konfliktprävention in Schulen anzubieten. Ich durfte Stephan in zwei Schulen im 16. Bezirk begleiten. Dank einer Förderung konnte ein ganzes Schuljahr lang jede Klasse teilnehmen. Dieses Projekt, später "Spiel dich frei" genannt, wurde zum ersten Schulprojekt.
Im Dezember 2010 begann Stephan zusätzlich eine Theaterpädagogik-Ausbildung. Seine Erzählungen nach den Seminaren haben mich stets beeindruckt.
Nachdem Stephan im Herbst 2010 erstmals Konfliktpräventionsworkshops in Schulen des 16.Bezirks angeboten hat, durfte ich ihn im Frühjahr 2011 erstmals begleiten. Es war toll zu beobachten, wie die Kinder in zwei Volksschulen auf die Übungen von Stephan und seinen ersten Kolleg:innen reagierten. Stephan besuchte damals jede Woche dieselben Klassen und arbeitete ein ganzes Semester mit denselben Schüler:innen zu unterschiedlichen Themen, die den Lehrkräften wichtig gewesen sind. So konnte sich Stephan und sein Team gut auf die einzelnen Klassen einstellen und so etwas wie Beziehung zu den einzelnen Schüler:innen aufbauen.
Oft durfte ich zu dieser Zeit auch Stephans Kolleg:innen begleiten, weil Stephan neben der Tätigkeit bei "Theater für alle" auch in der Nachmittagsbetreuung gearbeitet hat und dann weg musste. Auf diese Weise konnte ich die unterschiedlichen Arbeitswiesen und Übungen seiner Kolleg:innen kennenlernen Gemeinsam mit den Schüler:innen konnte ich viele Dinge über mich lernen. Wie fühlt es sich an traurig zu sein? Auf wie viele unterschiedliche Weisen kann man ein Gefühl ausdrücken - jedes Kind ist ja unterschiedlich. Die benutzten ihren ganzen Körper dafür.
In unserem Jubiläumsjahr ist viel passiert. Stephan fand einen weiteren Fördergeber über den die Schulen Projekte buchen konnten. So kann Theater für alle den Schulen in Wien seither dauerhaft zusätzlich zu den Bezirksförderungen eine Kostenübernahme der Workshopprojekte durch die ÖGK Wien anbieten.
Über diesen zusätzlichen Fördergeber konnten wir den Schulen verstärkt 6-stündige Workshops zu den Themen "Grenzen setzen", "Gemeinsam starten" und "Mutig und selbstsicher" anbieten. Diese Workshops wurden von den Schulen stark nachgefragt, da sie aufgrund der begrenzten Dauer besser in den Schulalltag integrierbar und thematisch klarer umrissen waren.
Zudem feiert Theater für alle im Mai sein 10-Jähriges Jubiläum gleich doppelt. An einem Tag sind wir mit mehreren Stationen im Prater auf der Jubiläumswiese. Am zweiten Tag durften wir zum Feiern ins "Ute Bock Haus" einladen. Das Programm stand unter dem Motto "Experimente" und ein zerstreuter Professor führte durch die Veranstaltung. Es war fantastisch wie viele Menschen an diesen beiden Tagen zu den Jubiläumsfeierlichkeiten gekommen sind. Und alle haben sich bei den Theater-Stationen beteiligt und durften somit am Schluss auch etwas von der Jubiläumstombola mitnehmen.
Nach unserem Jubiläumsjahr wagten wir erstmals einen größeren Schritt in die Bundesländer. Anfangs arbeiteten wir daran, den gerade gesetzten Schritt in Richtung Oberösterreich/Linz zu festigen, andererseits begannen wir auch damit, Projekte in der Steiermark neu aufzubauen.
2019 und 2020 haben wir erstmals einen Sommerworkshop für Jugendliche auf der Burg Finstergrün im Salzburger Lungau mit Teilnehmer:innen aus ganz Österreich durchgeführt.
Seit 2019 darf ich regelmäßig zur größten Bildungsmesse Österreichs, der Interpädagogica, mit. Dort stelle ich mit dem Team von "Theater für alle" die Konzepte vor, mit denen wir uns in Bildungseinrichtungen beschäftigen. Bei lustigen Gewinnspielen können die Besucher:innen auch Spielanleitungen und weitere tolle Preise gewinnen.
In den Ferien bieten wir ab diesem Jahr auch Workshops in Graz und Salzburg an, die gerne besucht werden und in denen eigens von den Kindern entwickelte Stücke mit Bühnenbild und Kostümen am Ende des Workshops zur Aufführung gebracht werden. Die machen mir immer ganz besonders viel Spaß! Gleichzeitig haben wir seither regelmäßig unterschiedliche Projekte in allen Regionen östlich der Linie Steiermark/Salzburg angeboten.
So kooperieren wir für ein Angebot im Rahmen der „Freizeithits für Grazer Kids" ab dem Sommer 2020 mit den Kinderfreunden Jakomini. Gerade nach einem Frühling im Lockdown war dies eine willkommene und gern genutzte Möglichkeit gemeinsam Spaß zu haben. Mit der Pandemie stellte sich die Art unserer Workshops um. Wir entwickelten neue Formate die sich auf die digitale Welt einstellten. Erstmals haben wir auf diese Weise auch in den Weihnachtsferien ein Angebot für Kinder gesetzt. Theater für alle ging in dieser Zeit viel nach draußen und versuchte durch seine Präsenz in Parks neue Zielgruppen zu erreichen.
Das Angebot aus den Weihnachtsferien haben wir im Frühjahr 2021 als regelmäßigen Workshop weitergeführt. Auf diese Weise kamen Kinder/Jugendliche aus ganz verschiedenen Regionen Österreichs zusammen. Wir lernten neue Methoden für uns kennen und nutzten diese. Die Schüler:innen konnten dennoch etwas über „Mut" und „Grenzen" in der Gruppe erfahren. Da sich einige Schüler:innen trotz Lockdowns und anderer sich veränderten Umständen in Real trafen, mussten auch dafür Regeln des Zusammenlebens gefunden werden.
Seit 2024 sind wir nun in ganz Österreich aktiv, bereisen für euch das ganze Jahr über die Bundesländer und besuchen Kinder und Jugendliche in Bildungseinrichtungen und in der Freizeit. Wir freuen uns auf die nächsten Jahre und sind gespannt, was da noch alles passieren wird.